Archiv für Juli 2008
Verfasst von newsplanet am Juli 31, 2008
US-TODESKANDIDAT
Geständnis statt Giftspritze
Von Marc Pitzke, New York
Trotz erheblicher Zweifel an seiner Schuld sollte US-Häftling Thomas Arthur heute hingerichtet werden – jetzt hat ein Gericht die Exekution aufgeschoben: Überraschend hat ein anderer Mann die Tat gestanden. Doch damit ist Arthurs Tortur im Todestrakt noch nicht zu Ende.
New York – Zum dritten Mal war Sherrie Stone von Florida nach Alabama gefahren, um Abschied von ihrem Vater zu nehmen. „Ich wollte den ganzen Tag mit ihm verbringen“, sagte sie zu SPIEGEL ONLINE. Denn am heutigen Donnerstagabend sollte Thomas Arthur wegen Mordes hingerichtet werden – obwohl bis zuletzt Zweifel an seiner Schuld bestanden (mehr…).
Quelle: US-Todeskandidat: Geständnis statt Giftspritze – Panorama – SPIEGEL ONLINE
Mehr Informationen: http://www.thomasarthurfightforlife.com/
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Verfasst von newsplanet am Juli 27, 2008
In der iranischen Zeitung „Aftab“ war am gestrigen Samstag zu lesen, dass für den heutigen Sonntag (27.07) eine öffentliche Steinigung von 30 Personen geplant ist. Die Männer und Frauen erhielten die Todesstrafe wegen verschiedener Verbrechen, wie Tötungsdelikte, Handel mit Drogen und Prostitution. Seit Anfang 2008 wurden bereits mehr als 100 Personen hingerichtet im Iran – der Staat rangiert weltweit auf Platz zwei hinter China, was die Zahl der Todesurteile angeht.
Weiter lesen: RIA Novosti – Panorama – Massenhinrichung in Iran: 30 Verbrecher zum Tod durch Steinigung verurteilt.
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Verfasst von newsplanet am Juli 25, 2008
Der wegen Raubmords zum Tode verurteilte Amerikaner Christopher Scott Emmett (36), ist im Staat Virginia mit einer tödlichen Injektion hingerichtet worden – er wurde am Donnerstagabend um 21.07 Uhr Ortszeit für tot erklärt. Emmett hatte als erster Todeskandidat den Supreme Court angerufen und geltend gemacht, dass es sich bei Exekutionen mit der Giftspritze um eine besonders grausame Hinrichtungsart handele. Die Richter wiesen diese ABeschwerde jedoch nach längeren Beratungen im April jedoch zurück.
Weiter lesen: Christopher Emmett Executed | WSLS 10
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Verfasst von newsplanet am Juli 25, 2008
Die Zahl der vollzogenen Hinrichtungen ist in den letzten Jahren stetig angewachsen, so die Angaben der Menschenrechtsorganisation Hands Off Cain (Hände weg von Kain). So wurden (weltweit) im Jahr 2006 5.635 Personen hingerichtet. 2007 wurden in 26 Staaten 5.851 Hinrichtungen durchgeführt. In China wurden die meisten Menschen hingerichtet, so die Organisation – 2007 wurde dort das Todesurteil an circa 5.000 Personen vollstreckt.
Die Zahl der Staaten mit Todesstrafe ging 2007 auf 49 Ländern zurück – 2006 waren es noch 51 Nationen gewesen. In 26 Staaten wurden 2007 Verurteilte hingerichtet – 2006 praktizierten noch 28 Staaten die Todesstrafe.
Weiterlesen: Zahl der Hinrichtungen weltweit gestiegen
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Verfasst von newsplanet am Juli 23, 2008
In einem italienischen Freizeitpark beschert eine groteske Attraktion dem Betreiber des Parks viele Einnahmen. Der Betreiber der Anlage hat nämlich in den USA für 5.000 Euro einen echten elektrischen Stuhl gekauft, den er jetzt als Attraktion in seinem Mailander Park aufgestellt hat. Die Kasse klingelt – der Besucherandrang ist riesig…
Jeder Besucher darf nämlich für ein paar Minuten selbst Henker spielen, indem er eine Puppe auf den elektrischen Stuhl brutzeln läßt. Auf dem Stuhl sitzt eine lebensgroße Puppe aus Latex – es ertönt 3x eine Sirene und dann wird die „Hinrichtung“ vollzogen; es flißet 15 Sekunden Strom durch die Puppe, die dann in sich zusammensackt. Man darf die Puppe sogar mehrfach „hinrichten“ – jeder Stromstoß kostet dann 1 Euro. Der Betreiber des Parks nimmt so täglich bis zu 150 Euro mit der morbiden Attraktion ein.
Weiterlesen: Elektrischer Stuhl beschert Besucherrekord
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Verfasst von newsplanet am Juli 22, 2008
Buchtipp:
Von der Guillotine zur Giftspritze. Die Geschichte der Todesstrafe. Fakten – Fälle – Fehlurteile
# Gebundene Ausgabe: 222 Seiten
# Verlag: Ecowin Verlag; Auflage: 2., Aufl. (12. September 2007)
# Sprache: Deutsch
# ISBN-10: 3902404450
# ISBN-13: 978-3902404459
Klappentext:
SAUSEND SCHWIRRT DAS FALLBEIL DURCH DIE LUFT … UND EIN MENSCHENLEBEN ERLISCHT. Was sich jahrhundertelang vor staunendem, geiferndem oder erschüttertem Publikum abspielte, geschieht heute meist hinter hohen Gefängnismauern und mit Giftspritze: eine Hinrichtung. Macht es das besser? So oder so entscheidet der Staat über das Leben von Menschen. Nicht erst seit Saddam Husseins Tod durch den Strang ist die Diskussion über die Rechtmäßigkeit der Todesstrafe wieder losgebrochen. Eine packende Geschichte des brutalen Geschehens im Namen der Gerechtigkeit. Anhand unzähliger Fälle zeichnet der Journalist und Historiker Martin Haidinger die Blutspur der Justiz durch die Geschichte nach, nennt die Namen von Henkern und Opfern und gibt Einblicke in die erschütterndsten Fälle. Die Todesstrafe – das letzte staatliche Argument im Ringen um Sühne für Kapitalverbrechen, und zugleich das am öftesten missbrauchte Instrument politischer Willkür.
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Verfasst von newsplanet am Juli 22, 2008
Die Hinrichtung von Kevin Henry sollte am 22. Juli stattfinden. Gouverneur Brad Henry (Oklahoma) hat die Vollstreckung des Urteils für 30 Tage ausgesetzt, weil die Mitlieder vom „Oklahoma Pardon and Parole Board“ um Gnade für Young gebeten hatten. Diesen Gnadengesuch wurde deswegen eingereicht, weil den Mitglieder vor einer Woche ein Tonband zugespielt wurde, auf dem die ehemaligen Geschworenen eine Erklärung über das auferlegte Strafmaß abgaben.
Die Geschworenen erklärten auf dem Tonband nämlich, dass sie nie darüber aufgeklärt wurden, dass man Young auch zu einer lebenslangen Haftstrafe ohne die Möglichkeit auf Bewährung hätte verurteilen können. Sie waren damals davon ausgegangen, dass deshalb nur ein Todesurteil in Frage käme. Auch hätten die Geschworenen um mehr Informationen gebeten, die bei der Urteilsfindung helfen sollten. Ihnen wurde gesagt, sie hätten alle benötigten Informationen und damit sollten sie arbeiten.
Die Geschworenen erfuhren erst später, dass sie sich auch für eine andere Strafe hätten entscheiden können. Sie wollten zwar, dass Young von der Straße wegkommt und keine Straftaten mehr begehen kann, aber zum Tode verurteilen wollten sie ihn eigentlich nicht. Young sollte nur nie wieder die Freiheit erlangen. Viele Geschworenen leiden unter ihrem Urteil und wollten dies irgendwie ändern oder rückgängig machen. Aus diesem Grund richtete man sich an das „Oklahoma Pardon and Parole Board“, mit der Bitte um Hilfe in diesem Fall.
Vollständigen Artikel lesen: Execution Stayed Because Jurors May Have Been Misinformed about Life Sentence
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Verfasst von newsplanet am Juli 22, 2008
Die Hinrichtung von Les Bower war für den 22. Juli angesetzt, wurde aber bereits 2x ausgesetzt. Gestern wurde die Hinrichtung ein drittes Mal ausgesetzt und zwar für mindestens zwei Wochen, bis das Gericht darüber entschieden hat, ob man noch eine DNA-Analyse machen soll oder nicht. Die Entscheidung des Gerichts soll voraussichtlich am 1. August getroffen werden. Bower wurde zum Tode verurteilt, weil er 1984 vier Personen ermordet haben soll.
Originaltext lesen: DNA ruling in Bower case postponed
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