Todesstrafen-Blog vom Newsplaneten

Die Todesstrafe fördert die Unterdrückung der Menschenrechte und tilgt Aspekte wie Verzeihung, Gnade und Rehabilitation aus unserer Gesellschaft.

Buchtipp: Von der Guillotine zur Giftspritze. Die Geschichte der Todesstrafe. Fakten – Fälle – Fehlurteile

Posted by newsplanet - Juli 22, 2008

Buchtipp:
Von der Guillotine zur Giftspritze. Die Geschichte der Todesstrafe. Fakten – Fälle – Fehlurteile
# Gebundene Ausgabe: 222 Seiten
# Verlag: Ecowin Verlag; Auflage: 2., Aufl. (12. September 2007)
# Sprache: Deutsch
# ISBN-10: 3902404450
# ISBN-13: 978-3902404459

Klappentext:

SAUSEND SCHWIRRT DAS FALLBEIL DURCH DIE LUFT … UND EIN MENSCHENLEBEN ERLISCHT. Was sich jahrhundertelang vor staunendem, geiferndem oder erschüttertem Publikum abspielte, geschieht heute meist hinter hohen Gefängnismauern und mit Giftspritze: eine Hinrichtung. Macht es das besser? So oder so entscheidet der Staat über das Leben von Menschen. Nicht erst seit Saddam Husseins Tod durch den Strang ist die Diskussion über die Rechtmäßigkeit der Todesstrafe wieder losgebrochen. Eine packende Geschichte des brutalen Geschehens im Namen der Gerechtigkeit. Anhand unzähliger Fälle zeichnet der Journalist und Historiker Martin Haidinger die Blutspur der Justiz durch die Geschichte nach, nennt die Namen von Henkern und Opfern und gibt Einblicke in die erschütterndsten Fälle. Die Todesstrafe – das letzte staatliche Argument im Ringen um Sühne für Kapitalverbrechen, und zugleich das am öftesten missbrauchte Instrument politischer Willkür.

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Oklahoma: Hinrichtung Kevin Young für mindestens 30 Tage ausgesetzt

Posted by newsplanet - Juli 22, 2008

Die Hinrichtung von Kevin Henry sollte am 22. Juli stattfinden. Gouverneur Brad Henry (Oklahoma) hat die Vollstreckung des Urteils für 30 Tage ausgesetzt, weil die Mitlieder vom „Oklahoma Pardon and Parole Board“ um Gnade für Young gebeten hatten. Diesen Gnadengesuch wurde deswegen eingereicht, weil den Mitglieder vor einer Woche ein Tonband zugespielt wurde, auf dem die ehemaligen Geschworenen eine Erklärung über das auferlegte Strafmaß abgaben.

Die Geschworenen erklärten auf dem Tonband nämlich, dass sie nie darüber aufgeklärt wurden, dass man Young auch zu einer lebenslangen Haftstrafe ohne die Möglichkeit auf Bewährung hätte verurteilen können. Sie waren damals davon ausgegangen, dass deshalb nur ein Todesurteil in Frage käme. Auch hätten die Geschworenen um mehr Informationen gebeten, die bei der Urteilsfindung helfen sollten. Ihnen wurde gesagt, sie hätten alle benötigten Informationen und damit sollten sie arbeiten.

Die Geschworenen erfuhren erst später, dass sie sich auch für eine andere Strafe hätten entscheiden können. Sie wollten zwar, dass Young von der Straße wegkommt und keine Straftaten mehr begehen kann, aber zum Tode verurteilen wollten sie ihn eigentlich nicht. Young sollte nur nie wieder die Freiheit erlangen. Viele Geschworenen leiden unter ihrem Urteil und wollten dies irgendwie ändern oder rückgängig machen. Aus diesem Grund richtete man sich an das „Oklahoma Pardon and Parole Board“, mit der Bitte um Hilfe in diesem Fall.

Vollständigen Artikel lesen: Execution Stayed Because Jurors May Have Been Misinformed about Life Sentence

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Texas: Geplante Hinrichtung von Les Bower erneut verschoben

Posted by newsplanet - Juli 22, 2008

Die Hinrichtung von Les Bower war für den 22. Juli angesetzt, wurde aber bereits 2x ausgesetzt. Gestern wurde die Hinrichtung ein drittes Mal ausgesetzt und zwar für mindestens zwei Wochen, bis das Gericht darüber entschieden hat, ob man noch eine DNA-Analyse machen soll oder nicht. Die Entscheidung des Gerichts soll voraussichtlich am 1. August getroffen werden. Bower wurde zum Tode verurteilt, weil er 1984 vier Personen ermordet haben soll.

Originaltext lesen: DNA ruling in Bower case postponed

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Iran: Steinigung wegen außerehelichem Sex – Neun neue Todesurteile

Posted by newsplanet - Juli 21, 2008

Das Steinigen ist im Iran heute noch weit verbreitet.

Das Steinigen ist im Iran heute noch weit verbreitet.

Mindestens acht Frauen und ein Mann sind im Iran wegen Ehebruch und unerlaubten sexuellen Handlungen zum Tode verurteilt worden. Die Verurteilten sollen gesteinigt werden. Nach Angaben der Verteidiger der Verurteilten, können die Hinrichtungen jeden Moment vollzogen werden. Die Anwälte haben zwar Hilfe gesucht bei der obersten Instanz der iranischen Justiz, aber es gebe keine Garantien, dass die Urteile ausgesetzt oder in Haftstrafen umgewandelt werden.

Die acht Frauen wurden unter anderem verurteilt wegen Prostitution, Inzest und Ehebruch. Sie sind zwischen 27 und 43 Jahre alt. Der Mann ist 50 Jahre alt und Musiklehrer – er wurde zum Tode verurteilt, weil er mit einer der Kursteilnehmerinnen außerehelichen Sex gehabt haben soll.

Das iranische Strafgesetzbuch sieht bei Verurteilungen wegen Ehebruchs vor, dass Männer bis zur Taille und Frauen bis zur Brust eingegraben werden, wonach die Steinigung erfolgen soll – die Steine dürfen dabei nicht so groß sein, dass sie die Verurteilten schon beim ersten Steinwurf töten. Die Verurteilten sollen möglichst lange leiden und der Tod bei der Vollstreckung des Urteils, so lange wie möglich herausgezögert werden.

Die Menschenrechtsorganisation „Amnesty International“ forderte Anfang dieses Jahres Iran zur Abschaffung „dieser grotesken Strafe“ auf und wies darauf hin, dass viele der Todesurteile nach unfairen Gerichtsverhandlungen erfolgten.

Weiter lesen: Nine face stoning death in Iran…

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Afghanistan: Zwei Frauen wegen vermeintlicher Prostitution hingerichtet

Posted by newsplanet - Juli 15, 2008


Zwei, bislang unidentifizierte, Frauen wurden in der Afghanischen Region Ghazni durch Taliban-Krieger wegen organisierte Prostitution zum Tode verurteilt und kurz darauf auf offener Straße hingerichtet. Die beiden, in Burkas gehüllten, Frauen wurden erschossen. Nach Angaben der Taliban hätten die beiden Frauen an amerikanische Soldaten in der Region Ghazni vermittelt.

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Illinois: Moratorium bewahrt Eric Hanson (31) vor Hinrichtung

Posted by newsplanet - Juli 15, 2008

Der verurteilte Mörder Eric Hanson (31) sollte eigentlich am 14. Juli durch die Giftspritze sterben, aber die Hinrichtung wurde nicht vollzogen. Hanson wurde wegen den Mord an vier Personen zum Tode verurteilt. Hanson erschlug seine Schwester und seinen Schwager, als diese entdeckten, dass er 140.000 $ von seinen Eltern gestohlen hatte. Nach der Tat, fuhr er zu seinem Elternhaus und erschoss dort Vater und Mutter.

Der ehemalige Gov. George Ryan erklärte, das Moratorium aus dem Jahr 2000 sei immer noch in Kraft und es ist extrem unwahrscheinlich, dass der jetzige Gouverneur daran etwas ändert. Der Verurteilte wusste bereits vorher, dass das Hinrichtungsdatum keine Bedeutung haben würde – er wollte allerdings auch nicht daran denken was geschieht, wenn das Moratorium aufgehoben würde. Als Ryan das Moratorium einsetzte, entließ er gleichzeitig 13 Männer aus dem Todestrakt – sie waren alle unschuldig zum Tode verurteilt worden. Außerdem stellte er eine Kommission auf, die diese Vorfälle untersuchen soll.

Hanson befindet sich derzeit mit 13 anderen Gefangenen im Todestrakt vom Pontiac Correctional Center. Die Verurteilten müssen 23 Stunden am Tag in ihren Zellen verbringen und nehmen dort auch ihre Mahlzeiten ein. Wenn das Moratorium weiterhin in Kraft bleibt, wird Hanson (und die anderen Gefangenen) den Rest seines Lebens hier verbringen.

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Video: Die öffentliche Hinrichtung von Atefah Rajabi Sahaaleh (16).

Posted by newsplanet - Juli 11, 2008

Atefah Rajabi Sahaaleh wurde 1988 in Neka (iran) geboren. Sie starb am 15.08.2004 am Galgen – eine Woche zuvor war sie durch Haji Rezai (Oberster Gerichtshof) wegen dem Vorwurf des Ehebruchs und „Verbrechen gegen die Keuschheit“ zum Tode verurteilt worden. Rezai persönlich legte ihr die Schlinge um den Hals mit den Worten: „Dies soll Ihnen beibringen, zu gehorchen!“ Danach wurde Atefah an einem Kran hochgezogen um zu sterben. Später wurde Rezai selbst verhaftet – er soll die Angeklagte vergewaltigt und gefoltert haben.

Das Vollstrecken der verhängten Todesstrafe ist extrem umstritten, da der Iran sich schriftlich (UN-Kinderkonvention) dazu verpflichtet hatte, keine Personen unter 18 Jahren mehr hinzurichten. Atefah war aber zum Zeitpunkt ihres Todes erst 16. Ihr Vater hatte Rezai die Geburtsurkunde sowie andere Dokumente vorgelegt, die bewiesen, dass seine Tochter erst 16 ist. Der Richter sah sich die angeklagte an, und entschied – ausschließlich wegen der körperlichen Entwicklung von Atefah – dass die Angeklagte 22 Jahre alt sei.

Nach der Hinrichtung ließ man den Leichnam von Atefah noch weitere 45 Minuten am Galgen hängen. Danach wurde sie beigesetzt. Am Tag nach der Beerdigung wurde ihre Leiche aus dem Grab gestohlen – bis heute ist der Körper der Toten nicht wieder aufgetaucht.

Sehen sie jetzt den 40-minütigen Film „Warum Atefeh hingerichtet wurde“ von Monica Garnsey (2007).

Beschreibung des Films:

Tod durch Erhängen lautete das Urteil gegen die 16-jährige Atefeh R. Ihr wurde „unkeusches Verhalten“ vorgeworfen. Der Film rekonstruiert die aufwühlende Geschichte eines ungewöhnlichen Teenagers.

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Indonesien weitet Einsatz der Todesstrafe aus – Nun auch Hinrichtung von Drogenhändlern

Posted by newsplanet - Juli 11, 2008

Zur Info: in Indonesien wird die Todesstrafe durch ein Erschießungskommando vollstreckt.
Wenn die Zeit für die Hinrichtung gekommen ist und dem Verurteilten einen letzten Wunsch erfüllt wurde, wird er vor das 12-köpfige Hinrichtungskommando geführt. Die Schützen richten auf die Brust und jeder gibt nur einen Schuß auf den Verurteilten ab. Stribt der Häftling nicht bei dieser Schusssalve, wird er vom Kommandanten des Hinrichtungkommandos gezielt mit einem Kopfschuss getötet.

So verging es auch Suradji Ahmad (57), der am 10. Juli 2008 hingerichtet wurde, weil er vor über 10 Jahren 42 ermordet hatte. Auch zwei Nigerianer wurden auf diese Weise am 26. Juni 2008 wegen Drogenhandels hingerichtet. Bei der Hinrichtung dürfen weder Angehörige noch Zeugen anwesend sein.

Nach einem Hinrichtungsstopp von 14 Monaten hat man im Juni 2008 wieder angefangen Hinrichtungen zu vollstrecken, nachdem das Verfassungsgericht die Anwendung der Todesstrafe für Drogenhändler bestätigt hatte. Drogendelikte werden nun in Indonesien so hart bestraft, wie sonst nirgends auf der Welt.

Derzeit befinden sich 112 Personen im Todestrakt. 58 wurden wegen Drogendelikte zum Tode verurteilt. Sieben von ihnen haben alle Möglichkeiten der Revision ausgeschöpft und werden demnächst hingerichtet – darunter befinden sich auch drei Personen, die am Attentat auf Bali (2002) beteiligt waren. Damals starben 202 Menschen. Von den 112 zum Tode Verurteilten haben 18 Personen eine Gnadengesuch eingereicht – die Chancen, dass sie damit ihr leben retten, stehen nicht schlecht, so der Vorsitzende der Hinrichtungskommission.

Indonesia widens use of death penalty…

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Texas: Carlton Turner (29) hingerichtet

Posted by newsplanet - Juli 11, 2008

Am 10. Juli 2008 wurde Carlton Turner (29) in Huntsville (US-Bundesstaat Texas) um 18.09 Uhr hingerichtet. Um 18.16 Uhr wurde er für tot erklärt. Turner wurde zum Tode verurteilt, weil er 1998 seine Adoptiveltern ermordete. Sein Onkel war als einer der Hinrichtungszeugen im Zuschauerraum anwesend. Turners letzte Worte galten seinem Onkel: „Ich bereue es die letzten 10 Jahre lang. Ich wünschte, Du könntest meine Entschuldigung akzeptieren. Ich weiß, Du kannst mir Deine Vergebung nicht geben. Es ist ok. Ich versteh es. Ich weiß, ich habe eine Menge Schmerz verursacht“. Danach richtete er seine Worte an die Allgemeinheit und erklärte, er würde die Verantwortlichkeit für seine Taten auf sich nehmen und die Strafe tragen wie ein Mann. Danach entschuldigte er sich erneut für seine Verbrechen.

Presseartikel auf chron.com
ShortNews

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Virginia: Kent Jermaine Jackson (26) hingerichtet

Posted by newsplanet - Juli 11, 2008

Am 10. Juli 2008 wurde Kent Jermaine Jackson (26) im Greensville Correctional Center in Jarratt (US-Bundesstaat Virginia) hingerichtet. Die Hinrichtung dauerte circa 15 Minuten – um 21.18 wurde Jackson für tot erklärt. Er wurde zum Tode verurteilt, weil er seine Nachbarin (79) sexuell missbraucht und ermordet hat. Seine letzten Worte: „Ihr alle könnt mich nicht töten. Ich bin der König. Erinnert Euch an mich, wie Ihr Euch an Jesus erinnert. Ich werde zurück kommen.“

Presse-Artikel auf NBC29

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